Tag des Kinderturnens 2017

Bild: 1. FC-Spich Abteilung Turnen und Volleyball

hier: Übungsleiter und Helfer mit dem KInderturnmaskotchen.

Mitarbeiter des Bonner GA bei Turnversuchen

siehe Video zum Text bei Youtube:    https://youtu.be/fA9s10ncxJo

Der Artikel aus dem GA ist hier in gekürzter Form wiedergegeben.

Zehn Mitarbeiter des General-Anzeigers probieren für sie ungewohnte Sportarten aus. In dieser Folge versucht Sebastian Knauth beim Bonner Turnverein sein Studientrauma zu

bewältigen – den Radschlag.

Von Sebastian Knauth, 26.10.2017

Ein verunglückter Handstand, anschließend das Rad neben die Mattenbahn gesetzt und schon ist die Aufnahmeprüfung an der Deutschen Sporthochschule (Spoho) für mich beendet.

Turnen. Vor etwas mehr als zehn Jahren hat die traditionsreiche Sportart mir einen Strich durch meine berufliche Karriere gemacht. Nach dem ersten Defizit am Reck bedeutete

die überragend schlechte Bodenkür den zweiten Rückschlag im Turnen und das Spoho-Aus. Heute, ein Jahrzehnt später, habe ich es auch ohne Sporthochschule zum freien Mitarbeiter beim General-Anzeiger geschafft.

Das Trauma Turnen bin ich dennoch nicht losgeworden.

Für das G-A-Team stehe ich wieder in einer Turnhalle. Die Leser haben entschieden, jetzt muss ich auf die Matte. Zugegeben, meine eigene Einschätzung der abgelieferten Leistungen damals in Köln war sehr positiv. Dementsprechend motiviert, aber dennoch mit einer gehörigen Portion Respekt besuche ich den Bonner Turnverein (BTV). Die

aufgebauten Geräte wie Barren, Hochreck und Pferd rufen direkt böse Erinnerungen hervor. Über die ausgerollte Bahn für das Bodenturnen gucke ich erst einmal ängstlich hinweg – zu tief sitzt noch der Frust über die vermeintliche Fehlbewertung der Dozentin an der Sporthochschule.

Thomas Binnen ist 51 Jahre alt, turnt in der 2. Landesliga-Mannschaft am Barren und Hochreck. Heute nimmt er mich an die Hand. Sein Ziel: Er will mich unverletzt an diesem Abend durch das Training geleiten. „Wir versuchen erst einmal kleinere Übungen. Deinen Radschlag schauen wir uns dann später auch noch an“, sagt Binnen. Das hatte ich befürchtet und stürze – im wahrsten Sinne des Wortes – in das Aufwärmprogramm. Bei

einigen Dehnübungen lerne ich sogar Muskelpartien kennen, die mir bisher völlig unbekannt waren.

Euphorie gebremst

Natürlich muss in dieser Situation die Frage gestattet sein, ob ich überhaupt mit meinen 33 Jahren diesen Quereinstieg wagen sollte – schließlich sind an diesem Abend viele Mitturner deutlich jünger. „Ein später Einstieg oder Wiedereinstieg ist durchaus möglich. Sicherlich lernt man im fortgeschrittenen Alter keinen Doppelsalto mehr“, erklärt Binnen.

Die Aktiven des BTV sind zwischen fünf und 85 Jahren alt. Die knapp 1000 Vereinsmitglieder verteilen sich auf mehrere Sportarten. So gibt es neben dem Kunstturnen auch das Rhönrad und Rhythmische Sportgymnastik.

Speziell die Jugendarbeit beim Kunstturnen liegt im Fokus des Vereins. „Es gibt derzeit im männlichen Kunstturnen in NRW keinen Verein, der über einen vergleichbar großen Pool an Nachwuchsturnern verfügt“, sagt Binnen.

Ich selbst stufe mich nicht gerade als Nachwuchsturner ein und betrete mit einem mulmigen Gefühl die Bodenmatte. Wir starten an diesem Abend mit einem Handstand an der Wand. Mit zitternden Armen und etwas Hilfe bleibe ich sogar stehen. „Gleich noch einmal“, fordert mich Binnen auf.

„Das Entscheidende beim Turnen ist die Körperspannung.“ Wieder stehe ich auf Anhieb sicher. Nach den ersten Erfolgen packt mich der Ehrgeiz: Die Ringe sind frei. Ich nutze die Gelegenheit, die Bodenmatte zu verlassen. „Auch wenn man sehr talentiert ist, erfordert das Erlernen vieler Teile einen langen Atem und Geduld“, bremst Binnen meine Euphorie.

Geduld gehörte noch nie zu meinen Stärken und so starte ich das Vorhaben hoch hinaus. Ganz ohne Hilfe geht es dann doch nicht. Ich steige in den „Fifty-Fifty-Gurt“ – ein Hilfsgerät, das einen deutlich leichter werden lässt – und schwinge mich in die Höhe. Leider ist mein

Körpergewicht trotzdem deutlich zu schwer. Meine Möglichkeiten an den Ringen dagegen begrenzt. Trotzdem versuche ich mich am bekannten „Kreuzhang“. Eine Übung, bei der man sich absenkt und im Idealfall in einem rechten Winkel zwischen den Ringen hängt. Nicht besonders elegant krache ich mit zitternden Händen auf den Boden. Kreuzhang?

Fehlanzeige.

Sieht einfach aus, ist es aber nicht

Beim Handstand und an den Ringen ist mir klar geworden, dass Hilfestellung unverzichtbar ist. „Auch wenn Turnen keine Mannschaftsportart im engeren Sinne ist, so gibt es doch einen starken Zusammenhalt, der nicht zuletzt dadurch begründet ist, dass man sich

gegenseitig Hilfe- und Sicherheitsstellung gibt und sich daher aufeinander verlassen muss“, sagt Binnen. So wird der Sport zum Gemeinschaftserlebnis. Ein Erlebnis mit Tradition. Der Bonner Turnverein wurde im Mai 1860 gegründet. Nach einem kurzen Intermezzo am

Hochreck, bei dem mehr als ein lässiges Hin- und Herschwingen nicht möglich war, komme ich zum Abschluss wieder auf die Bodenmatten zurück.

Schließlich steht noch ein kleiner Auszug meiner vermasselten Bodenkür von damals auf dem Programm. Zuerst schwinge ich mich in den Handstand. Danach rolle ich mich ab und nehme das Rad in Angriff.

„Wenn du alles richtig machst, landest du am Ende wieder mit Blickrichtung der Ausgangstellung“, erklärt mir Binnen. Zur Sicherheit wird mir der gesamte Ablauf noch einmal vorgeführt. Eigentlich sieht es ganz einfach aus. Das sollte ich auch hinbekommen. Mit Schwung stemme ich mich in den Handstand. Schnell spüre ich die rettenden Hände von

Binnen, der in diesem Moment Schlimmeres verhindert. Ich rolle ab und komme, wie zu erwarten, nicht direkt auf die Beine. Beim anschließenden Rad bleibe ich zumindest auf der Matte. Die Blickrichtung ist jedoch eine andere, als die ursprünglich angepeilte. „Ich

würde sagen, in drei Wochen würden wir noch mehr Fortschritte sehen“, klopft Binnen mir auf die Schulter. Die Aussage macht mich stutzig. Zu Beginn des Abends wurde mir versichert, dass ich in zwei Wochen alles lernen könnte.

Gerätturnen weiblich – Unterstützung für den Troisdorfer Turnverein 1891 e.V.

Scheckübergabe an Troisdorfer TVAnlässlich einer Weihnachtsfeier der Abteilung überreicht der Vorsitzende des Turnverbandes, Wolfgang Wirtz, am 19.12.2015 der Vorsitzenden des Troisdorfer Turnvereins, Ulrike Tüttenberg, und stellvertretend für das Trainerteam am Landesleistungsstützpunkt Gerätturnen weiblich, der A-Trainerin, Elke Simon, einen Scheck des Verbandes über 500 €.

Der Turnverband erkennt damit die hervorragende Nachwuchsarbeit an, die am Stützpunkt durch das Trainerteam – u.a. Elke Simon, Ulrike Bedacht, Maik Schäfer – geleistet wird.

Ehrung verdienter Übungsleiterinnen des TV Hangelar

Der Vorsitzende des Turnverbandes Rhein-Sieg, Bonn e.V., Wolfgang Wirtz, überreicht im Rahmen des Schauturnens des TV Hangelar am 15.11.2015 vor über 400 Besucherinnen und Besuchern besondere Auszeichnungen:

Ehrung M. Müller-LohnMelanie Müller-Kohn erhält die Schmidt-Schröder-Urkunde des Turnverbandes mit silberner Ehrennadel für ihre über 20-jährige Tätigkeit als Übungsleiterin und Kampfrichterin insbesondere beim Mädchenturnen.

Sie gründete die Kinderkrabbelgruppe und sorgte für entsprechende Kooperationen mit Kindergärten.

Ehrung J. ZimmermannJennifer Zimmermann erhält die Verbandsehrennadel in Bronze ebenfalls für ihre über 20-jährige Tätigkeit als Übungsleiterin und Kampfrichterin, besonders aber für ihre langjährige Tätigkeit als Trainerin für Leistungs- und Wettkampfturnerinnen. ln vielen Wettbewerben führte sie ihre Turnerinnen zu beachtlichen Leistungen, wobei auch immer der Spaß nicht zu kurz kommen durfte.

16 neue Übungsleiter Kinderturnen

Sechs Wochenenden, einige Hausaufgaben und eine stressige Prüfungsvorbereitung und -durchführung später war es endlich soweit: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Übungsleiter-C-Ausbildung Kinderturnen konnten sich über das Bestehen des Lehrgangs freuen!

Im Herbst 2013 durchliefen die Teilnehmer die Lehrgangmodule, die unter kompetenter Anleitung der Referenten Lina Mönnikes, Monique Kern und Patrick Hölscher geleitet wurden.

Weiterlesen

Fortbildungen „Airtrack“ ein voller Erfolg

Die Turnverbände Köln und Rhein-Sieg, Bonn der Region Süd des RTB haben am Samstag, dem 16.11.2013 in der Universitätssporthalle auf dem Bonner Venusberg  gut besuchte und tolle Fortbildungen in Zusammenarbeit mit ihrem langjährigen Partner Jägers Sport durchgeführt.

Die vom Hochschulsport der Universität gestellte Turnhalle sah eine halbe Stunde nach Lehrgangsbeginn aus wie ein riesengroßer Spielplatz für Erwachsene, denn die vorhandenen Geräte wurden durch neue Airgym – Airtrackprodukte von Jägers Sport ergänzt.

Weiterlesen

HISTORISCHER SIEG Troisdorfer Turnerinnen gewinnen den Bundespokal 2013

IMG_44695Erstmalig in der Geschichte des Troisdorfer Turnvereins siegen die Turnerinnen beim Bundespokal der Vereinsmannschaften Gerätturnen weiblich in Sindelfingen/Stuttgart.

Mit recht hohen Erwartungen ging die Mannschaft in den diesjährigen Wettkampf. Der Bundespokal der Vereinsmannschaften ist einer Deutschen Meisterschaft im Gerätturnen Breitensport gleichzustellen.

Eine Mannschaft besteht aus 8 Turnerinnen, 5 Turnerinnen können pro Gerät starten und die besten vier Wertungen gehen in das Mannschaftsergebnis ein.

Die Mannschaft startete am Boden. Nervosität war förmlich zu spüren. Stefanie Bedacht zeigte ihre neue Boden-Choreografie, verletzte sich aber leider in der letzten Akrobatikbahn am Fuß. Auch Laura Schäfer konnte nicht ihr Leistungsvermögen zeigen und die Stimmung war zu Beginn des Wettkampfes getrübt. Annik Liedke, Lisa Matosek und Joana Varro turnten ihr Programm fehlerfrei durch und sicherten trotz allem wertvolle Punkte.

Das nächste Gerät war der Sprung. Katja Rossberg – angereist aus der Schweiz – turnte einen guten Handstandüberschlag mit 1/1 Schraube und brachte ein wenig Ruhe herein. Leider konnte Lisa Matosek als 12-jähriges „Küken“ der Mannschaft ihre beiden Tsukahara-Sprünge nicht in den Stand turnen. Nun galt es den Kampfgeist auszupacken. Laura und Joana zeigten hervorragende Sprünge und sammelte wertvolle Punkte. Stefanie Bedacht turnte trotz ihrer Verletzung einen sehr guten Tsukahara gebückt. Die Stimmung nach den beiden Geräten war recht bedrückt. Die Konkurrenz aus Wolfsburg, Ulm und Unterföhring beeindruckte.

Am Stufenbarren startete die Mannschaft aus Wolfburg vor unseren Turnerinnen und man musste die sehr gute Mannschaftsleistung dieser Turnerinnen hoch anerkennen – sie waren augenscheinlich erheblich besser. Die Troisdorferinnen gaben allerdings nicht auf und zeigten ihre Bestleistungen. Besondern Magdalena Gippert und Joana Varro zeigten die besten Übungen des Wettkampfes und wurden punktgleich mit 12,75 Punkten belohnt.

Die Turnerinnen aus Wolfsburg waren sich zu dem Zeitpunkt siegessicher – sie führten mit 2 Punkten Vorsprung – die Troisdorferinnen waren eher verhalten, Platz 2 war sicher, aber ein Sieg wäre doch besser. Die Entscheidung viel dann am Schwebebalken. Cheftrainerin Elke Simon sagte nur: „Fallt einfach nicht vom Gerät und dann werden wir sehen. Der Wettkampf ist erst nach dem 4. Gerät entschieden.“

Der Schwebebalken machte dann seinem Namen „Zitterbalken“ alle Ehre. Die Mädels aus Wolfburg zeigten sehr gute Leistungen, mussten allerdings zwei Stürze in der Mannschaftswertung verkraften. Nun galt es durchzuturnen und genau das taten die Troisdorferinnen. Laura Schäfer hatte die verantwortungsvolle erste Startposition und musste damit die Richtung anzeigen und genau dieses tat sie. Souverän, sicher und fehlerfrei zeigte sie die Balkenübung und die Spannung stieg. Annik Liedkte musste als zweite ran und auch sie kam fehlerfrei mit einem sicher geturnten Salto rückwärts durch die Übung. Lisa war mittlerweile nicht mehr so nervös und auch sie zeigte eine fehlerfreie Übung.

Die Spannung stieg. Joana’s Nerven lagen blank, ihre erste Akrobatikserie – 2 Flickflack in Serie geturnt – machten ihr schon seit einiger Zeit Schwierigkeiten. Alle wussten darum und umso beeindruckender war die direkte Verbindung in der 1. Bahn zum sicheren Stand.
Der Rest der Übung lief ebenfalls fehlerfrei und damit standen vier gute Wertungen zu buche. Magdalena Gippert – die mit Abstand eleganteste Turnerin aus Troisdorf – beendete den Wettkampf am Schwebebalken. Leider nicht fehlerfrei, aber das war in diesem Moment nicht mehr ausschlaggebend.

Die SensatiIMG_44887on – Troisdorf holt den Rückstand zu Wolfsburg noch auf und gewinnt durch die guten Leistungen am Schwebebalken den Wettkampf mit 0,25 Punkten Vorsprung. Joana Varro siegt in der inoffiziellen Einzelwertung. Herzlichen Glückwunsch.


HISTORISCHER SIEG Troisdorfer Turnerinnen gewinnen den Bundespokal 2013

Troisdorfer TV 1891 e.V. Sieger des Bundespokals Gerätturnen 2013

Troisdorfer TV 1891 e.V.
Sieger des Bundespokals
Gerätturnen 2013

Seit Einrichtung des Bundespokals für Vereinsmannschaften 2008 im Breitensport Gerätturnen erringt der Troisdorfer TV 1891 e.V. als Vertretung des Rheinischen Turnerbundes erstmals die höchste auf diesem Gebiet im Deutschen TurnerBund zu vergebende Trophäe. Mit Ambitionen auf einen Podestplatz nach Sindelfingen angereist, immerhin hatte man in 2012 den zweiten Platz belegt, sind die Turnerinnen und der Trainerstab im Verlauf des Wettkampfes gezwungen, all ihr Können, Wissen und taktisches Geschick in die Waagschale zu werfen, um den Vorjahressieger Wolfsburg zu bezwingen. Herzlichen Glückwunsch!
Mehr: Wettkampfbericht und Bilder unter der Rubrik Wettkämpfe

GYMMOTION 2013 – Die Faszination des Turnens

GYMMOTION 2013Auch in diesem Jahr präsentiert der Rheinische Turnerbund zusammen mit dem Turnverband Düsseldorf und der TVMSportmarketing GmbH die GYMMOTION – eine Veranstaltung der Extraklasse, die Sport, Show und Musik vereint.

Austragungsort ist am Samstag, den 30.11.2013, wie gewohnt die Düsseldorfer Mitsubishi Electric HALLE. Die Show beginnt um 18.30 Uhr, der Einlass erfolgt ab 17.30 Uhr. Der Kartenvorverkauf, u. a. über Westticket (vgl. www.westticket.de ), läuft.

2013 steht die GYMMOTION unter dem Motto „EXPERIENCES“: „EXPERIENCES spiegelt die rasante Entwicklung zwischen Mensch und Geist. Immer weiter, höher und atemberaubender sehen wir die Welt. Immer spektakulärer und einzigartiger zeigen Artisten, Sportler und Künstler, dass die Grenzen, die uns Menschen gesetzt werden, noch immer nach oben verschoben werden können“, beschreiben die „Tour-Macher“ die aktuelle Produktion.